CAMEXA: Expo „Hecho en Alemania“ Auftakt zum Deutschlandjahr 2016/2017

 

CAMEXA-Präsident und –Vizepräsident Thomas Karig (Mitte) und Luis Cuesta (links) und CAMEXA-Geschäftsführer Johannes Hauser (Fotos: Patricia Münch / CAMEXA)

Mexiko-Stadt, 30. Mai 2015 – 2010 war sie ein Riesenerfolg, die Expo „Hecho en Alemania“. Im nächsten Jahr gibt es eine Neuauflage. Die Messe bildet den Auftakt zum Deutschlandjahr in Mexiko 2015/2017 auf. Auf der kürzlichen Mitgliederhauptversammlung der Deutsch-Mexikanischen Industrie- und Handelskammer CAMEXA wurden die ersten Details bekanntgegeben.

Hecho en Alemania“ wird vom 15. Bis 19. Juni 2016 das ganze Potential der deutschen Industrie präsentieren, von Autos und Autoteilen über Pharmazie, Chemie, Elektrik und Elektronik, erklärte der Organisator Messe, Dr. Gerhard Reuss. Wieder dabei ist auch der schon bei der ersten Ausgabe so erfolgreiche „Tunnel der Wissenschaften“, in dem das Beste der deutschen Wissenschaft und ein umfangreiches Kulturprogramm präsentiert werden. Außerdem haben die Unternehmen die Möglichkeit, sich mit Konferenzen und speziellen Sponsoring-Aktivitäten einem breiten Publikum zu präsentieren. Reuss und der deutsche Botschafter in Mexiko, Viktor Elbling, riefen die deutschen und deutschstämmigen Unternehmen in Mexiko auf, diese Chance zur Präsentation auf dem mexikanischen Markt zu nutzen und an der Messe teilzunehmen.

Mit mehr als 100.000 Besuchern will die Schau die Zahlen von 2010 übertreffen. „Alemania en México“ sei eine Gelegenheit, die freundschaftlichen und fruchtbaren Verbindungen zwischen beiden Völkern zu vertiefen, betonte der Botschafter.

Das Deutschlandjahr in Mexiko will die Bundesrepublik in all ihren  unterschiedlichen Facetten dem mexikanischen Publikum vorstellen. Deshalb stehen nicht nur kulturelle Veranstaltungen mit Deutschlandbezug auf dem Programm, sagte Elbling. Für die in Mexiko ansässigen und deutschstämmigen Unternehmen sei es eine attraktive Gelegenheit, an zahlreichen Programmen mitzuwirken und sich sowohl vor dem allgemeinen, besonders aber auch dem Fachpublikum zu präsentieren.

Johannes Hauser, Geschäftsführer der CAMEXA

Schwerpunkte bildeten dabei die Themenbereiche Innovation, Energie, Nachhaltigkeit, Duale Bildung und Industrie 4.0. Vorstellbar seien neben der Expo „Hecho en Alemania“ unter anderem ein Deutscher Pavillon in Mexiko-Stadt und der Einsatz mobiler Elemente, die diverse Themen an verschiedenen Orten in Mexiko präsentieren könnten.

Die Planungen für die Umsetzung des binationalen Groβprojekts liefen bereits auf Hochtouren, so Botschafter Elbling weiter. „Momentan befinden wir uns noch in einer Phase, in der wir Details der thematischen und inhaltlichen Gestaltung des Deutschlandjahres beeinflussen können. Deshalb bitten wir alle am Deutschlandjahr interessierten Firmen, unsere Botschaft sowie CAMEXA bezüglich ihrer Ideen und Vorstellungen zu kontaktieren.“

Thomas Karig bleibt Kammerpräsident

Auf der CAMEXA-Jahreshauptversammlung haben die Mitlieder Thomas Karig (Volkswagen de México) als Kammerpräsidenten und als Vizepräsidenten Luis Cuesta (Cuesta, Llaca y Esquivel – Abogados) und Stefan Deuster (Intergráfica Latina) bestätigt. Claudio Curtius nimmt weiterhin die Aufgabe des Rechnungsprüfers wahr. Gleichzeitig wählten die Mitglieder mehrere neue Vorstände: Ingo Babrikowski (Estafeta Mexicana), den ehemaligen deutschen Botschafter in Mexiko, Dr. Edmund Duckwitz (Von Wobeser y Sierra) und Héctor Villanueva (T-Systems México). Für weitere zwei Jahre wiedergewählt wurden Marcus Baur (Bocar), Claudio Curtius (Deutsche Bank México), Carlos Jiménez (B. Braun Aesculap de México), Thomas Karig (Volkswagen de México) und Albrecht zu Ysenburg (KPMG Cárdenas Dosal).

Sorge um Sicherheitslage in Mexiko

CAMEXA-Geschäftsführer Johannes Hauser unterstrich die anhaltende Attraktion Mexikos als Wirtschaftsstandort für deutsche Investoren, äußerte sich gleichzeitig aber auch besorgt über die Sicherheitslage im Land. Einige Unternehmen erklärten in der anschließenden Frage- ud Antwortrunde, dass die Sicherheitslage ihnen bereits schade. Hauser betonte in diesem Zusammenhang „das Selbstverständnis der Kammer, sich bei mexikanischen Entscheidungsträgern für die Verbesserung der Sicherheitssituation stark zu machen“. Die CAMEXA werde den mexikanischen Markt und seine enormen Geschäftspotentiale auch zukünftig mit groβem Engagement aktiv bewerben.

Viktor Elbling, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Mexiko


Mit ihrer Abteilung CAMEXA+ war die Kammer im vergangenen Jahr im Bereich Duale Bildung nach  deutschem Vorbild besonders aktiv: 2014 nahm CAMEXA als anerkannte zuständige Stelle 62 Auszubildenden die Zwischenprüfung zum Mechatroniker, Werkzeugmacher und Industriemechaniker ab, berichtete Johannes Hauser. In diesem Jahr werden die ersten Auszubildenden nach deutschen Richtlinien auf Spanisch ihre Abschlussprüfung ablegen.

Großes Potential: Mexikanische Variante des Dualen Bildungssystems

„Sehr groβes Potential sehen wir in der mexikanischen Variante des Dualen Bildungssystems, dem sogenannten Mexikanischen Dualen Bildungssystem (MMFD), welches sich an den Grundsätzen des deutschen Modells orientiert und sich im Land zunehmend etabliert“, fügte Johannes Hauser hinzu. Um die mexikanische Variante des dualen Systems umzusetzen und zu bewerben, schloss CAMEXA eine Vereinbarung mit dem mexikanischen Arbeitgeberverband COPARMEX. Diese sei neben dem mexikanischen Bildungsministerium einer der strategischen Partner „bei dem Unterfangen, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage nach qualifiziertem Personal auf Facharbeiterniveau in Mexiko zu schlieβen“, erklärte Hauser weiter.

In Kooperation mit COPARMEX bietet CAMEXA Beratung, Evaluierung und Zertifizierung im Rahmen des MMFDs an. „Zu unseren wichtigsten Mitstreitern gehören auβerdem die Deutsche Botschaft, ProMéxico und COPLAN“, ergänzte der Kammergeschäftsführer.

Seit Mai 2015 verfügt CAMEXA mit Christian Noetzlin, Geschäftsführer von Ingun México, über einen Repräsentanten für den Bundesstaat Jalisco, Die Kammer plant zum Jahreswechsel 2015 eine Repräsentanz für die Bundesstaaten Nuevo León und Coahuila, kündigte Hauser weiter an.  Mit Sören Kruse (Bajío) und Dirk Petersen (Puebla und Tlaxcala) hat die Kammer damit vier Repräsentanzen im Land. (dmz/hl)

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