Humboldt-MUN in Mexiko-Stadt: Schüler üben sich in UNO-Diplomatie

Mexiko-Stadt, 26. April 2017 – Es ist eines der spannendsten Projekte der Deutschen Schule Alexander von Humboldt: Ihr vor sechs Jahren ins Leben gerufene „Model United Nations“, das Humboldt-MUN. Dabei schlüpfen die Absolventen der Sekundaria und Preparatoria mit Schülern anderer Bildungsinstitutionen in die Rolle der Diplomaten verschiedener UNO-Mitgliedsstaaten und debattieren über brandaktuelle Themen.

Seit Dienstag diskutieren die Schüler in verschiedenen Kommissionen über so bedeutsame Themen wie etwa den Handel mit leichten Waffen und die Regulierung ballistischer Flugkörper, die Integration von Flüchtlingen in die deutsche Gesellschaft, die extreme Rechte und wie sie zu kontrollieren sei, die Piraterie im Osten Afrikas sowie den Kaschmir-Konflikt, die Situation in Vietnam und die Auseinandersetzungen in Venezuela.

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Beim Humbold-MUN schlüpfen die Schüler in die Rolle von UNO-Diplomaten und debattieren über aktuelle Probleme auf der Welt (Foto: Patricia Münch / Deutsche Schule)

„Mithilfe dieses Kongresses entwickeln die jungen Teilnehmer die Fähigkeit zu diskutieren und schnell zu reagieren“, erklärte Andrea Mohring, Faculty des Campus Süd der Deutschen Schule. „Außerdem erweitern sie ihre politische Sichtweise und ihre Fähigkeit zur raschen Lösung von Problemen - neben vielen anderen Dingen.“ Dabei gehe es auch darum, dass die Schüler diese Erfahrungen auch im Alltag anwenden. „Ziel ist vor allem, dass sie ihre Standpunkte in formaler Weise und auf höchstem Bildungsniveau zu vertreten wissen.“

Wer auf vergangenen Humboldt-MUN dabeigewesen ist, erkennt schnell, wer politisches und und diplomatisches Talent beweist und als Führungsfigur, ob in der Wirtschaft oder in der Politik, seinen Weg gehen wird.

Darüber hinaus bietet die Veranstaltung laut Andrea Mohring Raum für Begegnungen: „Sie trägt dazu bei, dass unsere Schüler andere Schüler aus verschiedenen Bildungsinstitutionen kennenlernen, mit denen sie eines gemeinsam haben: den Drang zu lernen, zu wachsen und sich über das Weltgeschehen zu informieren.“

Wolfgang Scheuble, Schulleiter des Campus West der Deutschen Schule, rief die Schüler dazu auf, „sich unsere Welt anzuschauen, sich ihre eigene Meinung zu bilden und ihre Ideen einzubringen. Während der Debatten der kommenden Tage werden sie die Tragfähigkeit der verschiedenen Argumente prüfen, den Problemen auf den Grund gehen und Lösungshorizonte entwickeln.“

Für Jonathan Hauff, Logistikminister des VI Humboldt-MUN, „ist diese Veranstaltung für uns eine von vielen Möglichkeiten, das berühmte Zitat Mahatma Gandhis zu leben: ‚Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt‘.“

Dieses Jahr organisierte der Campus Süd der Deutschen Schule den Humboldt-MUN. Am Humboldt-MUN nehmen Schüler der drei Campus der Deutschen Schule in Mexiko-Stadt sowie der Deutschen Schule Guadalajara und der Deutschen Schule Puebla teil; ferner Schüler der Academia Maddox, des Colegio Eton, des Colegio Hebreo Yavne, des Colegio Miraflores, des Liceo Franco-Mexicano, der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) und der Universidad Panamericana. Das Humboldt-MUN endet am Donnerstag. (dmz/hl)

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