Crushed Autogeddon: Die Zertrümmerung eines Statussymbols

Mobilitat Und Okologie GI

Rote Ampel für Fußgänger: das Auto als Statussymbol hat Vorrang (© Folke Köbberling) 

Mexiko-Stadt, 14. März 2017 – Überall auf der Welt wird das eigene Auto als Kultobjekt verehrt, besonders deutlich wird das in der Megalopolis Mexiko-Stadt. Rund 3,3 Millionen Fahrzeuge auf 22 Millionen Einwohner machen der Metropolregion zu schaffen. Folke Köbberling aus Berlin und Arturo Hernández Alcázar aus Mexiko nehmen sich im Museo Experimental El Eco in Mexiko-Stadt dem Gott Auto auf ihre Weise an.

Unter dem Leitthema „Mobilität und Ökologie“ beleuchten die beiden Künstler in ihrer Intervention „Crushed Autogeddon / El esqueleto mineral que nos permitirá aventajar a la evolución“ die Folgen der Mobilität auf Mensch und Umwelt. Sie zeigen mit drastischen Mitteln, welchen Platz das Auto in unserer Gesellschaft eingenommen hat und wie es die Konsum- und Arbeitswelt beeinflusst. Sie nehmen dieses Kultobjekt im wahrsten Sinne des Wortes auseinander, Arturo Hernández zertrümmert die idealisierten Vorstellungen des Autos als das Prestigeprodukt schlechthin der Industrie.

Folke Köbberling (*1969) lebt und arbeitet als Künstlerin in Berlin und ist seit 2016 Professorin an der TU Braunschweig. Bis 2013 realisierte sie viele ihrer Projekte zusammen mit Martin Kaltwasser. Außerdem nahm sie an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil, zuletzt in der Jack Hanley Gallery, NYC (solo, 2011), im ZKM Karlsruhe, im Lentos Museum, im OK Centrum für Gegenwartskunst in Linz und der Ruhrtriennale (alle 2012). Unter ihren Einzelausstellungen sind vor allem die Schaustelle der Pinakothek der Moderne in München (2013) und der Kunstverein Kassel (2014) zu nennen. Sie hielt Vorträge, Workshops und erhielt Lehraufträge u.a. am Art Center College of Design, Pasadena, an der Metropolitan University in London, Universität der Künste Berlin, Universität für angewandte Kunst Wien und Wayne State University, USA. Momentan arbeitet sie an ihrer Publikation „full stopp! – eine postautomobile Annäherung“.

Arturo Hernández Alcázar (*1978) ist bildender Künstler, Herausgeber und Autor aus Mexiko-Stadt. Seit Ende der 90er Jahren stellt er seine Arbeiten national und international aus, u.a. bei der zehnten Istanbul Biennale (2007), dem Museé d’Art Moderne de la Ville de Paris (2012), der 5. Biennal of Moscow (2013), dem Museo de Arte Contempráneo MUAC-UNAM México (2010), dem Museum Fine Arts of Boston (2011), dem Centro Alcobendas, Madrid (2015). Er ist seit 2012 Alumni der Sommerakademie des Paul Klee Zentrum in Bern und Autor/Mitgründer der GatoNegro Ediciones in México City. Seine letzten Veröffentlichungen sind “Escombro” (2014, Ed. El Mojado, Paris-México), “Piedras, Los Otros and Falling Remains” (2013-2015, Ed. GatoNegro) und “Estados de colapso (Atlas)” (2015, Ed. José de la Fuente, Spanien).

Die Ausstellung findet im Rahmen des Deutschlandjahres in der Reiher „Mexibility“ statt und wird am 18. März im Museo Experimental El Eco (UNAM) eröffnet. Zuvor stellen sich die beiden Künstler am Mittwoch (15. März, 19:00 Uhr) dem Publikum einem Gespräch.

Crushed Autogeddon / El esqueleto mineral que nos permitirá aventajar a la evolución, Museo Experimental El Eco, 18. März bis 28. Mai, Sullivan 43, Col. San Rafael, Del. Cuauhtémoc, Mexiko-Stadt. (dmz/hl)

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