Mexiko ist Partnerland der Hannover Messe 2018

Hannover Messe unterschrift

Pakt besiegelt: Paulo Carreño King, CEO, ProMéxico (1. Reihe links) und Marc Siemering, Geschäftsbereichsleiter Hannover Messe, Deutsche Messe AG nach der Vertragsunterzeichnung. (Foto: Hannover Messe)

Hannover, 30. April 2017 - Mexiko wird 2018 Partner der Hannover Messe sein. Der entsprechende Vertrag sei unterzeichnet  worden, teilte die Deutsche Messe am letzten Messetag Donnerstag mit. Damit ist zum ersten Mal  ein lateinamerikanisches Land Partner der weltgrößten Leistungsschau für industrielle Neuerungen.

„Die ganze Welt der Industrie wird in einem Jahr auf Mexiko schauen“, betonte Hannover-Messe-Chef Jochen Köckler. Vor allem die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Mexiko und Europa würden profitieren, sagte er voraus. Als Partnerland habe Mexiko nun die „herausragende Gelegenheit, sich der globalen Industrie mit neuen Technologiethemen, Investitionsmöglichkeiten, innovativen Wachstumsstrategien und Forschungsprojekten“ zu präsentieren. Partnerland der Messe in diesem Jahr war Polen.

Zur Unterzeichnung des Vertrags war der mexikanische Wirtschaftsministers Ildefonso Guajardo Villarreal nach Hannover gereist. Zusammen mit Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG, gaben Ildefonso Guajardo, Marc Siemering, Geschäftsbereichsleiter der Deutschen Messe AG, und Paulo Carreño, CEO von ProMéxico, mit der Unterzeichnung des Vertrags den offiziellen Startschuss für das Partnerland 2018. ProMéxico ist als Agentur der mexikanischen Bundesregierung für die Förderung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen zuständig.

Derzeit werden nach Angaben der Messe 80 Prozent des mexikanischen Außenhandels im nordamerikanischen Wirtschaftsraum abgewickelt. Mexiko will das Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union aktualisieren, um den transatlantischen Handel auszuweiten. Im Vorfeld der Verhandlungen über die Aktualisierung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA befindet sich Mexiko ebenso wie Kanada derzeit mit den USA im Schlagabtausch, das Wort „Handelskrieg“ macht die Runde.

Für deutsche Unternehmen ist Mexiko in den vergangenen Jahren ein immer wichtigerer Markt und Standort geworden. Mit dem Bau neuer Fabriken strömen zahlreiche Zulieferer ins Land. Gleichzeitig bietet die Öffnung des Energiesektors interessante Geschäftschancen.Mexiko ist darüber hinaus mit Abstand das größte Zielland deutscher Ausfuhren in Lateinamerika.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1 043 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 steht Mexiko auf Platz zwei in Lateinamerika und erreichte damit einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das mexikanische BIP setzt sich vor allem aus den Bereichen Dienstleistungen, Industrie und Handel zusammen und betrug 2016 pro Kopf etwa 8 623 US-Dollar.

Laut Weltbank belegte Mexiko 2015 mit seiner Wirtschaftskraft den 15. Platz weltweit. Zum Vergleich: Deutschland lag auf Rang 4. In Mexiko leben etwa 120 Millionen Menschen, unter den Exportnationen steht das Land an 13. Stelle, beim Import auf Platz 12. Das erdölreiche Mexiko hat sich vom Rohstoffland zur Industrienation entwickelt, es ist besonders stark in der Autoproduktion. (dmz/hl mit Material von dpa)

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