Neues elektronisches Pflaster verhindert pötzlichen Kindstod

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Elektronische Pflaster: ein medizinischer Trend der Zukunft zum Vorbeugen und Behandeln vieler Krankheiten (Foto: trendsderzukunft.de)

Mexiko-Stadt, 17. November 2016 – Ein mexikanisches Entwickler-Team um einen Ingenieur der Autonomen Universität von Puebla und ein Gynäkologe hat ein elektronisches Pflaster entwickelt, das den Herzschlag Ungeborener und Neugeborener überwachen kann. So sollen Komplikationen noch im Mutterleib erkannt und der plötzliche Kindstod verhindert werden.

Das Pflaster in Herzform soll, aufgetragen auf dem Bauch der werdenden Mutter, die Herztöne des Ungeborenen überwachen. Verbunden mit einer App, das die Eltern auf ihr Smartphone laden, kann es über Bluetooth einen Notfall melden. „Lubvia“, wie Ing. Enrique Ugarte Herrera und der Frauenarzt Enrique Arturo Ugarte Noda das Pflaster nennen, kann Fehl- oder Frühgeburten, das Ersticken im Mutterleib und Infektionen wie Blutvergiftung und Lungenentzündung vorbeugen.

Das Team um Ugarte Herrera gehört zu den drei Finalisten des Pitch to Rich Mexiko-Wettbewerbs, der von Virgin Group, Virgin Mobile und Laureate México organisiert wird.

Nach der Geburt kann das Pflaster direkt auf dem Bauch oder den Brustkorb des Säuglings angebracht werden. Sensoren übertragen Herzschlag, Atmung und Temperatur, im Notfall können die Eltern sofort reagieren. Der plötzliche Kindstod  tritt am häufigsten im ersten Lebensjahr auf, zwei bis sechs Prozent der Todesfälle ereignen sich noch im zweiten Lebensjahr. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von 5,9 Millionen Kindern, die vor Erreichen des fünften Lebensjahres sterben.

Das Pflaster misst sechs mal sechs Zentimeter, ist gerade mal fünf Milimeter dünn und besteht aus Silikon. Einmal auf der Haut der Mutter oder des Babys angebracht, haftet es bis zu sieben Tage lang, dann muss auch die Batterie ausgetauscht werden.  Das möglicherweise lebensrettende Produkt ist noch in der Testphase. Die Entwickler hoffen auf einen baldigen Sponsor, damit das elektronische Pflaster wie vorgesehen im Oktober nächsten Jahres auf den Markt gebracht werden kann.

Elektronische Pflaster sind weltweit im Kommen. Bisher werden sie bereits eingesetzt, um Fieber, Hautfeuchtigkeit, Hirnströme, Herzschlag, Muskelsignale und andere Symptome zu messen. Andere „Wearables“, wie diese tragbaren Sensoren genannt werden, sind Fitnessarmbänder oder Pulsmesser.  

Das Team um Ugarte Herrera gehört zu den drei Finalisten des Pitch to Rich Mexiko-Wettbewerbs, der von Virgin Group, Virgin Mobile und Laureate México organisiert wird. Gewinner wurde die Plattform Aliada, die am Samstag auf dem Campus der Universidad del Valle de México (UVM) in Monterrey persönlich vom CEO der Virgin Group, Sir Richard Branson, ausgezeichnet wurde. Mit dem Pitch to Rich Mexico-Wettbewerb werden Entwicklungsprojekte von Jungunternehmern mit einem Preisgeld von 200.000 Pesos gefördert, die der Gesellschaft einen großen Nutzen bringen können.

Aliada ist eine Plattform, auf der Leute, die eine Haushaltssuche suchen, auf professionelle Frauen treffen, die sofort im Einsatz sein können. Die Plattform hat nach Angaben des Unternehmens das Potential für 2,3 Millionen Arbeitssuchende in Mexiko.

Bei Gwi handelt es sich um ein intelligentes Armand, das speziell für Frauen entwickelt wurde. Gerät sie in Not, setzt das Armband einen Notruf an ihre Kontakte ab. So könne ihr unter Umständen schnell geholfen werden. (dmz/sw/hl)

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