Monarchfalter pünktlich in Mexiko angekommen – Biosphärenreservate öffnen

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Der Monarchfalter taucht derzeit die mexikanische Sierra Nevada wieder in ein schwarz-orangenes Farbenmeer (Foto: soymonarca.mx)

Mexiko-Stadt, 16. November 2016 –  Abermillionen Monarchfalter sind nach ihrer langen Reise von Kanada und den USA Richtung Süden in ihrem Winterreservat im zentralen Westen Mexikos eingetroffen. Am 23. November öffnen die Biosphärenreservate in den Bundesstaaten Michoacán und México ihre Tore, um das Naturspektakel Besuchern zugänglich zu machen.

Die jährliche Migration der Monarchfalter ist ein Naturwunder, ein wissenschaftliches Phänomen und eine Touristenattraktion: Fast drei Monate lang flattern die Falter aus Nordamerika in ihr Winterdomizil in der Sierra Madre und legen dabei eine Strecke von bis zu 4200 Kilometern zurück.

Dieses Jahr wurden die ersten Schmetterlinge am 7. Oktober in Mexiko gesichtet. Zunächst trafen sie im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila ein, wo 300 Tiere in 20 Minuten gezählt wurden. Von dort ging ihre weite Reise getragen von Höhenwinden auf bis zu 2500 Metern Flughöhe weiter Richtung Süden durch die Bundesstaaten Tamaulipas, Nuevo León, San Luis Potosí, Querétaro, Morelos, Puebla und Hidalgo.

Seelen ihrer Vorfahren

Pünktlich zu den Feierlichkeiten rund um den mexikanischen Tag der Toten (Día de Muertos) am 2. November kamen die ersten Exemplare im Biosphärenreservat „El Rosario y Sierra Chincua“ in Michoacán an. Für die Mexikaner hat dies große kulturelle Bedeutung, da die schwarz-orangenen Falter für sie die Seelen ihrer Vorfahren symbolisieren, die auf die Erde zurückkehren, um eine göttliche Botschaft zu überbringen. „Drachen des Waldes“ werden sie von den Indios genannt. Andächtig sprechen die Mexikaner von einem Heiligtum: “Santuario de las Mariposas Monarcas“, das die UNESCO zum Naturerbe der Menschheit erklärt hat.

Das Biosphärenreservat der Monarchfalter liegt auf einem 3000 Meter hohem Waldgebiet auf Vulkanen zwischen Michoacán und dem Estado de México. Das Gebiet ist nur wenige Hektar groß. Dort lassen sich die Tiere auf der Oyamel-Fichte, auf Kiefer-, Tannen- und anderen Nadelbäumen nieder und überwintern dort, bevor sie im Februar/März wieder den Heimweg nach Norden antreten.

Auch die Nationale Kommission der Naturschutzgebiete (Conanp) lädt ein auf einen Besuch und die Teilnahme an der Kampagne #ProtejamosAlasMonarca, die für den Schutz des bedrohten Monarchfalters eintritt. Besonders zu empfehlen ist die Website SoyMonarca mit vielen Informationen über den schwarz-orangenen Schmetterling.

Seit relativ Kurzem weiß man, was die Tiere zu ihrer langen Reise bewegt: UV-Licht gibt ihnen das Signal zum Aufbruch. Neurobiologen haben festgestellt, dass sie über spezielle Rezeptoren verfügen. Erst 1976 hatte ein kanadischer Schmetterlingsforscher das Refugium der Monarchfalter in der Sierra Madre entdeckt. Damit sorgte er für eine Sensation und eine neue Touristenattraktion in Mexiko – auch deutsche Reiseanbieter bieten mehrtägige Monarchfalter-Rundreisen an.

Geöffnet sind die touristischen Beobachtungsstellen vom 23. November bis 31. März:

Michoacán: El Rosario y El Asoleadero im Bezirk Ocampo, Senguio im Bezirk Senguio und Sierra Chincua im Bezirk Angangueo.

Estado de México: Chapulin y Macheros im Bezirk Donato Guerra, La Mesa im Bezirk San José del Rincón und Piedra Herrada im Bezirk San Mateo Almololoa. (dmz/sw/hl)

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