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Kultur

Deutsch-Russisches Museum Berlin nur noch mit ukrainischer Flagge

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Vor dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst weht nach dem Angriff russischer Truppen die Ukrainische Flagge. (Foto: Joerg Carstensen/dpa)

Berlin, 25. Februar 2022 – Das als Deutsch-Russisches Museum bekannte Museum Berlin-Karlshorst hat die Beflaggung vor dem Gebäude auf die ukrainischen Nationalfarben reduziert.

„Normalerweise haben wir vier Flaggen aus Deutschland, Russland, Ukraine, Belarus. Das sind die vier Nationen, die hier aktiv an der Arbeit des Museums beteiligt sind“, sagte Museumsdirektor Jörg Morré am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Das war eine Solidaritätsbekundung für die Ukraine, weil das, was Russland macht, ein Bruch des Völkerrechts und ein nicht zu rechtfertigender Angriffskrieg gegen die Ukraine ist.“

Das Museum hatte zunächst auch die Wörter „Deutsch-Russisches“ im Namensschild vor dem Haus überklebt. Die Streifen seien aber über Nacht von Unbekannten entfernt worden, berichtete Morré. Dabei solle es jetzt bleiben. „Das Bild ist gemacht, das Statement ist gemacht.“

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Im Museum ist die Dauerausstellung „Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg“ untergebracht. In dem historischen Gebäude unterzeichneten die Oberbefehlshaber der Wehrmacht in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 vor Vertretern der Sowjetunion, der USA, Großbritanniens und Frankreichs die bedingungslose Kapitulation Deutschlands als Ende des Zweiten Weltkriegs. Dies folgte der grundsätzlichen Einwilligung in einen Waffenstillstand am 7. Mai in der französischen Stadt Reims.

Das Team des Museums ist multinational zusammengesetzt. „Wir haben alle in unterschiedlichster Art und Intensität bis hin zur eigenen Nationalität Bezüge nach Russland, in die Ukraine, Belarus, in den Osten.“ Das führe auch jetzt nicht zu Konflikten. „Wir haben eine gewisse Übung im Team, solche emotionalen Ebenen in der Wahrnehmung von Geschichte, in Reaktion auf das, was so läuft, in den ganzen letzten Jahren auszutarieren.“

Die Auswirkungen des Krieges auf Programm und Präsentation im Museum kann Morré noch nicht abschätzen. Der Auftrag bleibt zunächst klar. „Für Deutschland, für die deutsche Diskussion und für den deutschen Blick auf diesen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion gibt es nach wie vor eine Notwendigkeit, das auch weiterhin zu tun. Karlshorst ist ein sehr guter Ort dafür.“

Morré hofft auf weiter gute Zusammenarbeit mit Museen in Russland und der Ukraine. „Wir haben sehr gute kollegiale Kontakte auf der Arbeitsebene von Museen. Ich hoffe, dass wir davon etwas retten können. Aber wir wissen jetzt alle nicht, wie die Ukraine als Gemeinwesen weiterhin existieren wird.“ Auch bei Russland stelle sich die Frage, wie sich eine museale Zusammenarbeit entwickle. „Wir sollten unbedingt ein Forum bleiben, wir dürfen hier nicht die Tür zu machen.“ (dpa/dmz/hl)

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Die Hamburgerin Herdis Lüke hat die Deutsche Mexiko-Zeitung 2011 wieder gegründet. Die erste DMZ wurde 1976 von ihrem Landsmann Klaus Ellrodt ins Leben gerufen und nach ein paar Monaten wieder begraben. Herdis Lüke ist Vollblut-Journalistin, in Deutschland ausgebildet und mit Stationen in Düsseldorf, Mexiko-Stadt – u. A. bei der Tageszeitung Excélsior -, danach Hamburg, wo sie mehrere Jahre bei der Deutschen Presse-Agentur tätig war, und seit 2006 wieder Mexiko. 2011 hat sie ihren Traum erfüllt und die zweite Deutsche Mexiko-Zeitung aus der Taufe gehoben. Als freie Journalistin hat sie für mehrere Medien in Deutschland geschrieben und ist Autorin mehrerer Bücher, darunter ein Premium-Mexiko-Reiseführer. Auf sie ist das erste Online-Reisemagazin über Mexiko für den deutschsprachigen Markt zurückzuführen (2001), die Mexiko-Travelnews (bis 2013).

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