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Panorama

Ganzer Vogelschwarm stürzte zu Boden – Mysterium gelöst

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Das von einem Unternehmen in Rubio aufgezeichnete Video zeigt exakt den Moment, in dem der Schwarm auf dem Bürgersteig aufschlägt. Mehrere der Drosseln starben fast sofort nach dem Aufprall. (Foto: Screenshot)

Chihuahua, Chih., 19. Februar 2022 – Die ganze Welt rätselte, warum vergangene Woche ein großer Schwarm Gelbkopfdrosseln plötzlich vom Himmel auf eine Straße in einer Stadt in Chihuahua in Nordmexiko stürzte. Nicht etwa Umweltverschmutzungen, Treibhauseffekt, Krankheiten oder Vergiftungen hätten zu dem Vogelsterben geführt, sondern elektromagnetische Störungen, die von Funkantennen ausgegangen seien.

Wie die Tageszeitung „El Financiero“ am Samstag unter Berufung auf einen Spezialisten für natürliche Ressourcen und ehemaligen Mitarbeiter der Organisation Pronatura-American Bird Conservancy berichtet, hätten Funksignale dazu geführt, dass die Vögel die Orientierung verloren und deshalb abgestürzt seien.

„Das elektromagnetische Feld, das diese Vögel nutzen, um untereinander zu kommunizieren, sich zu versammeln und synchron zu fliegen, wurde von einer Funkwelle beeinflusst, die den Punkt, an dem der Schwarm gerade flog, passierte oder kreuzte“, zitiert „El Financiero“ den Experten Jorge Contreras. Das sei der Grund, weshalb die Vögel wie aus heiterem Himmel zu Boden stürzten.

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Schwärme dieser Vögel funktionierten wie ein gemeinsames Gehirn, das heißt, sie folgten nicht einem einzigen Führer. „Wenn etwas sie betrifft, betrifft es die ganze Gruppe“, erklärt Contreras, der auch Experte für die Entwicklung von Ökosystemen ist. An dem Ort, an dem sich das Unglück ereignete, seien wahrscheinlich Antennen repariert worden, so Contreras. Außerdem gebe es Unternehmen, die an Internetnetzen für Bergbauunternehmen arbeiten, die das Land von Küste zu Küste durchqueren, um diese Signale zu empfangen. Ein Signal könnte die Vögel für den Bruchteil einer Sekunde desorientiert haben und sie zu Boden stürzen lassen.

Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 7. Februar im Zentrum der Stadt Rubio, etwa 65 Kilometer von Chihuahua, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats im Norden von Mexiko, entfernt. (dmz/hl)

Die Hamburgerin Herdis Lüke hat die Deutsche Mexiko-Zeitung 2011 wieder gegründet. Die erste DMZ wurde 1976 von ihrem Landsmann Klaus Ellrodt ins Leben gerufen und nach ein paar Monaten wieder begraben. Herdis Lüke ist Vollblut-Journalistin, in Deutschland ausgebildet und mit Stationen in Düsseldorf, Mexiko-Stadt – u. A. bei der Tageszeitung Excélsior -, danach Hamburg, wo sie mehrere Jahre bei der Deutschen Presse-Agentur tätig war, und seit 2006 wieder Mexiko. 2011 hat sie ihren Traum erfüllt und die zweite Deutsche Mexiko-Zeitung aus der Taufe gehoben. Als freie Journalistin hat sie für mehrere Medien in Deutschland geschrieben und ist Autorin mehrerer Bücher, darunter ein Premium-Mexiko-Reiseführer. Auf sie ist das erste Online-Reisemagazin über Mexiko für den deutschsprachigen Markt zurückzuführen (2001), die Mexiko-Travelnews (bis 2013).

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