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Medaillenreicher Paralympics-Auftakt für deutsches Team

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Linn Kazmaier (paralympische Klassifikation: B3) aus Deutschland jubelt im Ziel nach dem Rennen über 6 Kilometer. Die sehbehinderte Kazmaier und ihr Guide Baumann gewinnen die Silbermedaille. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Von Tobias Brinkmann und Holger Schmidt

Der Start für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) bei den Paralympics ist gelungen. Im Biathlon gibt es einige Überraschungen. Eine Medaillenhoffnung fährt bei den Alpinen zu Silber.

Yanqing/Zhangjiakou, 5. März 2022 – Dreimal Silber, einmal Bronze: Besser hätte der deutsche Paralympics-Auftakt kaum glücken können. Während der zweite Platz von Fahnenträgerin und Skifahrerin Anna-Lena Forster in der Abfahrt erwartbar war, so überraschten die erst 15 Jahre alte Linn Kazmaier und Marco Maier die Biathlon-Konkurrenz mit einem Podestrang. Leonie Walter rundete das Ergebnis mit dem dritten Platz hinter der jüngsten deutschen Teilnehmerin ab. „Ich bin mehr als zufrieden, ganz klar“, schwärmte Ski-nordisch-Bundestrainer Ralf Rombach.

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„Hammergeil trifft es gut“, sagte das sehbeeinträchtigte Biathlon-“Kücken“ nach ihrem überzeugenden Auftritt in Zhangjiakou. Auch wenn die beiden Deutschen vom Ausschluss der zahlreichen Medaillenanwärter aus Russland und Belarus profitierten, zeigten sie eine Top-Leistung. „Sie hat das gemacht, was sie kann“, sagte Kazmaiers Guide Florian Baumann. „Ein wunderschönes Gefühl“, ergänzte die 18 Jahre alte Walter, die mit ihrem Guide Pirmin Strecker Bronze erkämpfte.

Für Forster soll Silber auf dem Monoski in der Abfahrt nur der Auftakt gewesen sein. Sichtlich erleichtert zeigte sich die 26-Jährige größte deutsche Medaillenhoffnung am Samstag (Ortszeit) zum Auftakt der Alpin-Wettbewerbe nach ihrem Lauf in Yanqing. „Ich freue mich riesig“, sagte Forster, die mit 0,82 Sekunden Rückstand auf die Japanerin Momoka Muraoka ins Ziel kam. „Es ist ein super Anfang. Jetzt habe ich noch drei, vier Chancen.“ Mit dem Slalom und der Kombination folgen ihre besten Disziplinen.

Dabei war die Vorbereitung auf den Start für die Athletin aus Radolfzell, der das rechte Bein fehlt, nicht unbedingt optimal gewesen. Die Fahnenträgerin der Eröffnungsfeier lag nach eigenen Angaben am Freitagabend erst um 23.45 Uhr Ortszeit im Bett und fand dazu nicht sofort in den Schlaf. Um 5.00 Uhr morgens war die Nacht bereits vorbei. „Mir tat es aber total gut“, erklärte Forster. „Ich konnte Motivation schöpfen, hatte Abwechslung und Ablenkung. Es hat alles gut gepasst.“

Begeisterung über Silber gab es auch bei Marco Maier. Über sechs Kilometer im Biathlon erkämpfte sich der 22-Jährige, dem an der linken Hand drei vordere Fingerglieder fehlen, hinter dem Ukrainer Grigori Wowtschinski den zweiten Platz. „Unglaublich“, jubelte er. „Mir fehlen die Worte. Die Medaille bedeutet mir alles.“

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Ohne Schießfehler kam der Student in 17:03,4 Minuten ins Ziel und zeigte auch in der Loipe von Zhangjiakou seine Top-Form. „Körperlich war ich so fertig“, erklärte er. „Als ich das Ergebnis auf der Leinwand gesehen habe, konnte ich es kaum glauben.“

Danach musste er allerdings kurz um seine Medaille bangen. „Beim zweiten Schießen hat sich die Feder zu arg gebogen“, beschrieb Maier das Problem an seiner Waffe und sagte: „Es wurde Protest eingelegt und ich musste mich der Jury erklären. Es wurde überprüft. Ich bin aber mit einer Verwarnung davongekommen und darf meinen zweiten Platz behalten.“

Gastgeber China überzeugte gleich am ersten Wettkampftag mit insgesamt acht Medaillen, darunter zweimal Gold. Bei den bisherigen Paralympics gewannen die Sportler aus dem Reich der Mitte lediglich vor vier Jahren im Curling Gold. Die durch den Krieg geplagten Ukrainer standen dank der Biathleten bereits dreimal ganz oben auf dem Treppchen und führen mit weiteren drei Silber- und einer Bronzemedaille den Medaillenspiegel nach dem ersten Tag an. (dpa/dmz/hl)

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Die Hamburgerin Herdis Lüke hat die Deutsche Mexiko-Zeitung 2011 wieder gegründet. Die erste DMZ wurde 1976 von ihrem Landsmann Klaus Ellrodt ins Leben gerufen und nach ein paar Monaten wieder begraben. Herdis Lüke ist Vollblut-Journalistin, in Deutschland ausgebildet und mit Stationen in Düsseldorf, Mexiko-Stadt – u. A. bei der Tageszeitung Excélsior -, danach Hamburg, wo sie mehrere Jahre bei der Deutschen Presse-Agentur tätig war, und seit 2006 wieder Mexiko. 2011 hat sie ihren Traum erfüllt und die zweite Deutsche Mexiko-Zeitung aus der Taufe gehoben. Als freie Journalistin hat sie für mehrere Medien in Deutschland geschrieben und ist Autorin mehrerer Bücher, darunter ein Premium-Mexiko-Reiseführer. Auf sie ist das erste Online-Reisemagazin über Mexiko für den deutschsprachigen Markt zurückzuführen (2001), die Mexiko-Travelnews (bis 2013).

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