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Ratgeber

Mexiko: Bundesstaaten Tlaxcala und Jalisco verlangen Impf-Zertifikate

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In den Touristenorten an der mexikanischen Karibikküste sind die Auswirkungen der erneuten Corona-Krise zu spüren. Ein Viertel des Personals der Gastbetriebe falle derzeit wegen Covid-Infektionen aus. Foto: Miguel Améndola/La Jornada

Guadalajara/Tlaxcala, 11. Januar 2022 –Tlaxcala und Jalisco sind die ersten mexikanischen Bundesstaaten, die die Vorlage von Corona-Impfbescheinigungen beziehungsweise -zertifikaten für den Zugang zu Supermärkten, Restaurants, Diskotheken, Bars und Unterhaltungsveranstaltungen verlangen. Mit dieser Maßnahme reagierten die Gesundheitsministerien der Länder auf die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante in Mexiko und die zunehmende Zahl von Ansteckungen.

Im gesamten Bundesstaat Jalisco bedeutet das, dass sie ab dem 14. Januar keine Restaurants, Stadien, Ausstellungen, Nachtclubs und andere öffentlichen Veranstaltungen besuchen dürfen. Davon ist auch der Badeort Puerto Vallarta und andere kleinere Badeorte entlang der Pazifikküste von Jalisco betroffen. Der Zutritt wird nur denjenigen gewährt, die eine Impfbescheinigung über mindestens eine Dosis eines Covid-Impfstoffs erhalten haben und einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Seit diesem Montag ist in Tlaxcala die Vorlage der Impfbescheinigung oder der Nachweis der verabreichten Dosen eine zwingende Voraussetzung für den Zugang zu Einkaufszentren oder Supermärkten sowie zu Cafés, Taco-Restaurants, Fondas (Billig-Restaurants) und Hotels. Bars und Restaurants müssen um 22:00 Uhr schließen, in geschlossenen Bereichen dürfen sich nur 50 Prozent und in offenen Bereichen 70 Prozent der normalen Gästekapazität aufhalten.

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Im Bundesstaat Quintana Roo an der mexikanischen Karibikküste gilt seit diesem Montag die gelbe Covid-Ampel. Das heißt, dass der Zugang zu Bars, Restaurants und öffentlichen Veranstaltungen noch begrenzt möglich ist. Weitere Informationen zu den Maßnahmen finden unsere Leser im folgenden Tweet der Regierung:

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Nach Angaben der Regierung von Quintana Roo sind die Bezirke mit den höchsten Infektionen Solidaridad mit Playa del Carmen, Cozumel, Akumal, und Puerto Aventuras (+257 Prozent seit Freitag), sowie Benito Juárez mit Cancún (+403 Prozent) und Isla Mujeres (+833 Prozent). Den Besuchern riet die Regierung, sich an die geltenden Präventionsmaßnahmen zu halten wie Mund-Nasenschutz zu tragen und größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Bei Veranstaltungen mit mehr als 150 Personen müssen sowohl die Organisatoren als auch die Teilnehmer einen negativen Antigentest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.  Bars und Diskotheken sowie Restaurants müssen um 01:00 Uhr morgens schließen, außerdem ist der Zugang auf 60 Prozent ihrer Kapazität begrenzt.

Nach Informationen der Nationalen Kammer des Gastgewerbes in Cancun, Puerto Morelos und Isla Mujeres ist derzeit durchschnittlich ein Viertel des Personals in Gastbetrieben wegen Cocid-19 krankgeschrieben sei. Es wird erwartet, dass der Umsatz durch die Rückschaltung der COVID-Ampel auf Gelb um bis zu 20 Prozent zurückgeht.

Eben weil viele Bundesstaaten, darunter Mexiko-Stadt, schwere Einbußen für die Wirtschaft befürchten, werden die Covid-Ampeln nicht wieder höher geschaltet, mit Ausnahme von Baja Californie Sur, Chihuahua und Tamaulipas, wo die Ampel seit dieser Woche wieder auf Orange steht.

Unterdessen hat die Covid-Variante Omikron auch an die Tür des Nationalpalasts geklopft und Einlass bekommen. Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador, der nie einen Mundschutz trägt, ist zum zweiten Mal an Covid erkrankt, dieses Mal habe er sich mit der OPmikron-Variante infiziert. Allerdings seien seine Symptome leicht und er habe sich in Isolation begeben, hieß es aus dem Präsidialamt. (dmz/hl)

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Die Hamburgerin Herdis Lüke hat die Deutsche Mexiko-Zeitung 2011 wieder gegründet. Die erste DMZ wurde 1976 von ihrem Landsmann Klaus Ellrodt ins Leben gerufen und nach ein paar Monaten wieder begraben. Herdis Lüke ist Vollblut-Journalistin, in Deutschland ausgebildet und mit Stationen in Düsseldorf, Mexiko-Stadt – u. A. bei der Tageszeitung Excélsior -, danach Hamburg, wo sie mehrere Jahre bei der Deutschen Presse-Agentur tätig war, und seit 2006 wieder Mexiko. 2011 hat sie ihren Traum erfüllt und die zweite Deutsche Mexiko-Zeitung aus der Taufe gehoben. Als freie Journalistin hat sie für mehrere Medien in Deutschland geschrieben und ist Autorin mehrerer Bücher, darunter ein Premium-Mexiko-Reiseführer. Auf sie ist das erste Online-Reisemagazin über Mexiko für den deutschsprachigen Markt zurückzuführen (2001), die Mexiko-Travelnews (bis 2013).

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