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Panorama

Mord an Strandclub-Manager erschüttert Karibikbadeort Playa del Carmen

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Der Strandclub „Mamita’s Beach Club” gehört zu den ältesten und beliebtesten in Playa del Carmen. (Foto: Facebook/Mamita’s Beach Club)

Playa del Carmen, 26. Januar 2022– Und wieder erschüttert ein Mord den Badeort Playa del Carmen an der mexikanischen Karibikküste. Am Dienstagnachmittag wurde der Geschäftsführer des beliebten Strandclubs “Mamita’s Beach Club” mit zwei Kopfschüssen getötet. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Argentinier, der seit Jahren in Playa del Carmen lebte. Der Mord geschah nur wenige Tage nach der Schießerei im Hotel des nahen Xcaret-Themenparks, bei dem zwei Kanadier getötet und eine Kanadierin verletzt wurden.

Nach ersten Erkenntnissen kamen am Dienstagnachmittag zwei Männer in den Strandclub, um mit Federico Mazzoni zu sprechen. Sie gingen mit ihm zu den Toilettenräumen, wo sie ihn erschossen, teilte der Staatsanwalt des Bundesstaats Quintana Roo, Óscar Montes de Oca, am Mittwoch mit. Sicherheitskameras des Clubs filmten, wie die zwei Männer mit einem Jetski über das Meer flüchteten.

Die Ermordung des Managers des Mamita’s Beach Clubs in Playa del Carmen könnte mit dem Drogenhandel in Verbindung stehen, so Montes de Oca. Die mutmaßlichen Täter könnten einer lokalen kriminellen Bande angehören. Drogenhandel sei bisher „die solideste Ermittlungslinie“.

Es ist kein Geheimnis, dass in den Beach Clubs in Playa del Carmen die Nachfrage nach Drogen groß ist. Die organisierten Banden setzen Kellner unter Druck, Drogen zu verkaufen. Viele Lokale zahlen auch Schutzgelder und zeigen dies aus Angst vor Gewalttaten nicht an. Im Januar

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2017 war es in der Stranddiskothek „Blue Parrot“ zu einer Schießerei gekommen, bei der fünf Menschen starben und 15 verletzt wurden. Zu dem Zeitpunkt fand dort die Klausur des internationalen Festivals für elektronische Musik BPM statt. Hintergrund der Tat war, dass die Diskothek nicht die Höhe der verlangten Schutzgelder bezahlte.

Der Staatsanwalt wies darauf hin, dass der Mord im „Mamita’s Beach Club“ in keinem Zusammenhang mit der Schießerei im Hotel Xcaret am 21. Januar steht. Die Tat im Hotel Xcaret sei von Kanada aus geplant worden, erklärte Montes de Oca. Ersten Berichten zufolge waren die Opfer in Kanada bereits vorbestraft. Sie hätten seit dem 17. Januar in Quintana Roo Urlaub gemacht. Zwei Personen seien im Zusammenhang mit der Tat bereits verhaftet worden. Bei dem mutmaßlichen Killer handele es sich um einen Mann aus dem Stadtteil Iztapalapa in Mexiko-Stadt. Nach ihm werde noch gefahndet.

Seit mehr als 15 Jahren findet im „Mamita’s Beach Club“ an der 28. Straße im Norden von Playa del Carmen das Riviera Maya Jazz Festival statt, das seit 2003 wichtige Persönlichkeiten aus der Welt des Jazz zusammenbringt und zu einem Ereignis internationalen Ranges gemacht hat. Zu dem dreitägigen Festival, das normalerweise jedes Jahr Ende November/Anfang Dezember stattfindet, versammelten sich zuletzt mehr als 60.000 Fans, um unter dem Sternenhimmel zu feiern und das Beste der internationalen Jazz Musik zu genießen. (dmz/hl)

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Die Hamburgerin Herdis Lüke hat die Deutsche Mexiko-Zeitung 2011 wieder gegründet. Die erste DMZ wurde 1976 von ihrem Landsmann Klaus Ellrodt ins Leben gerufen und nach ein paar Monaten wieder begraben. Herdis Lüke ist Vollblut-Journalistin, in Deutschland ausgebildet und mit Stationen in Düsseldorf, Mexiko-Stadt – u. A. bei der Tageszeitung Excélsior -, danach Hamburg, wo sie mehrere Jahre bei der Deutschen Presse-Agentur tätig war, und seit 2006 wieder Mexiko. 2011 hat sie ihren Traum erfüllt und die zweite Deutsche Mexiko-Zeitung aus der Taufe gehoben. Als freie Journalistin hat sie für mehrere Medien in Deutschland geschrieben und ist Autorin mehrerer Bücher, darunter ein Premium-Mexiko-Reiseführer. Auf sie ist das erste Online-Reisemagazin über Mexiko für den deutschsprachigen Markt zurückzuführen (2001), die Mexiko-Travelnews (bis 2013).

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