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Omikron-Mitentdecker: Vorläufer der Variante gibt es schon sehr lange

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Wolfgang Preiser, Virologe an der Stellenbosch University in der Nähe von Kapstadt, aufgenommen in einem Hotel in Pretoria. (Foto: Christoph Soeder/dpa) 

Flammt die Pandemie mit Omikron wieder heftiger auf? Die neue Variante wurde zuerst im Süden Afrikas entdeckt und verunsichert die Welt. Wobei sie ganz so neu wie anfangs vielfach angenommen wohl nicht ist.

Stellenbosch, 5. Dezember 2021 – Vorläufer der kürzlich entdeckten Corona-Variante Omikron dürften ihrem aus Deutschland stammenden Mit-Entdecker zufolge schon sehr lange existieren. „Nach derzeitigem Kenntnisstand hat sich eine frühe Form von Omikron schon vor der Entstehung von Alpha und Delta als eigener Virustyp entwickelt“, sagte Wolfgang Preiser von der Stellenbosch University in der Nähe von Kapstadt der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Mitglied des Forschungskonsortiums, das die Variante entdeckt hat.

Dieser Virustyp habe sich dann vermutlich über viele Monate weiterentwickelt, ohne aufzufallen, sagte Preiser. „Die Frage ist: Wieso blieb Omikron so lange verborgen und legt erst jetzt los? Fehlten noch ein, zwei Mutationen, um sich schnell verbreiten zu können?“ Die bislang ältesten bekannten Nachweise der Variante stammen aus der ersten Novemberhälfte.

Die zuerst in Südafrika und Botsuana entdeckte Variante hat besonders viele Mutationen. Sie betreffen unter anderem das Spike-Protein, über das die Viren an menschliche Zellen andocken. Zudem gibt es Mutationen in der Nähe der sogenannten Furin Cleavage Site, einer Region, die eine Rolle bei der Aufnahme des Virus in menschliche Zellen spielt.

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In Deutschland waren laut Robert Koch-Institut bis Mittwoch vier Fälle der Omikron-Variante durch Genomsequenzierung bestätigt – allesamt Reiserückkehrer aus Südafrika. Bei acht weiteren Fällen in Deutschland bestehe ein Verdacht auf die Variante. Experten gehen jedoch von einem bereits darüber hinausgehenden Vorkommen aus.

Omikron könnte nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC schon in wenigen Monaten die dominierende Variante in Europa sein. Die Behörde wies kürzlich darauf hin, dass es zwar nach wie vor eine Reihe von Unsicherheiten hinsichtlich der Übertragbarkeit, des Schweregrads von Erkrankungen und mögliche Auswirkungen auf die Immunabwehr gibt. Vorläufige Daten deuteten jedoch darauf hin, dass Omikron gegenüber der Delta-Variante klar im Vorteil sei. Die WHO stuft Omikron als „besorgniserregend“ ein.

Preiser geht davon aus, dass Omikron leichter übertragbar ist als Delta. Definitive Anzeichen, dass Omikron tendenziell zu milderen Krankheitsverläufen führt, sieht er nicht. Dafür sei es noch zu früh. Es sei auch unklar, ob Kinder besonders anfällig für Omikron sind. „Zwar gibt es unter Kindern in Südafrika gerade viele Hospitalisierungen, allerdings sind sie auch so gut wie nicht geimpft“, sagte Preiser.

Es gebe verschiedene Thesen zur Entstehung von Omikron, sagte Preiser. So könnte es sein, dass sich die Corona-Variante in einem Patienten mit HIV oder einer anderen Form von Immunschwäche entwickelt hat. Die Idee dahinter: In Menschen mit geschwächtem Immunsystem könnte sich das Virus über viele Monate vermehren und Stück für Stück verändern, ohne dass es gänzlich vom Immunsystem ausgeschaltet wird. „Das ist eine spekulative These und nicht belegt“, sagte Preiser. Eine weitere Hypothese geht davon aus, dass sich Omikron in Tieren entwickelt hat.

Auch andere Fragen sind noch offen, beispielsweise wie die Impfungen gegen Omikron wirken. „Zwar gibt es derzeit in Südafrika sehr viele Durchbruchsinfektionen bei Geimpften mit Omikron. Aber es ist unklar, ob das an speziellen Eigenschaften der Variante liegt.“ Denkbar sei auch, dass äußere Umstände eine Rolle spielen. So infizieren sich derzeit häufig Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die unter anderem wegen einer frühen Impfung stärker von einem nachlassenden Schutz betroffen sind. (dpa/dmz/pb/hl)

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Die Hamburgerin Herdis Lüke hat die Deutsche Mexiko-Zeitung 2011 wieder gegründet. Die erste DMZ wurde 1976 von ihrem Landsmann Klaus Ellrodt ins Leben gerufen und nach ein paar Monaten wieder begraben. Herdis Lüke ist Vollblut-Journalistin, in Deutschland ausgebildet und mit Stationen in Düsseldorf, Mexiko-Stadt – u. A. bei der Tageszeitung Excélsior -, danach Hamburg, wo sie mehrere Jahre bei der Deutschen Presse-Agentur tätig war, und seit 2006 wieder Mexiko. 2011 hat sie ihren Traum erfüllt und die zweite Deutsche Mexiko-Zeitung aus der Taufe gehoben. Als freie Journalistin hat sie für mehrere Medien in Deutschland geschrieben und ist Autorin mehrerer Bücher, darunter ein Premium-Mexiko-Reiseführer. Auf sie ist das erste Online-Reisemagazin über Mexiko für den deutschsprachigen Markt zurückzuführen (2001), die Mexiko-Travelnews (bis 2013).

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