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Kultur

Rock ist nicht tot – Scorpions lassen es auf neuem Album krachen

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Matthias Jabs (l-r), Klaus Meine und Rudolf Schenker von der Rockband Scorpions stehen mit ihrem neuen Album „Rock Believer“ in den Peppermint Park Studios. (Foto: Moritz Frankenberg/dpa)

Von Christina Sticht

In den Anfängen waren die Rolling Stones und The Who Vorbilder für Rudolf Schenker und Klaus Meine. Die beiden Hannoveraner formten die Scorpions zu einer der bekanntesten Hardrock-Bands weltweit.

Hannover, 22. Februar (dpa) – Fünfzig Jahre nach ihrem Debütalbum „Lonesome Crow“ kehren die Scorpions aus Hannover zu ihren Ursprüngen zurück und besinnen sich auf ihre Stärken. „Rock Believer“ heißt das neue Werk der Hardrock-Band, die in den 1970er Jahren von Hannover aus einen Siegeszug um die Welt angetreten hat.

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„Wir haben so oft gehört: „Rock ist tot”. Aber das Gegenteil ist der Fall“, betont Sänger Klaus Meine (73) im Zoom-Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Die Hardrock-Community ist sehr gut am Start. Das sehen wir jedes Mal, wenn wir wieder auf Tour sind. Das Album ist allen Rock Believern gewidmet, allen Rockfans.“

Es finden sich laute, harte und teils düstere Songs mit treibenden Rhythmen und nur wenige Balladen auf dem 19. Studioalbum der Scorpions. Die Hymne „Rock Believer“ lässt sich schon beim ersten Mal mitgrölen. Wer nach zwei Jahren Pandemie daheim die 16 neuen Stücke hört, bekommt Lust darauf, endlich wieder auf Konzerte zu gehen und mit Tausenden anderen Menschen zu feiern. „Wir müssen uns nichts beweisen, wir müssen der Welt nichts beweisen“, sagt Meine. „Wir müssen nur uns selbst treu bleiben und das machen, wofür unser Herz schlägt, um die Verbindung zu den Fans herzustellen.“

Ihrem Management zufolge haben die Scorpions weltweit mehr als 120 Millionen Tonträger verkauft. „Rock You Like A Hurricane“ und „Still Loving You“ zählen zu den größten Hits der Band, die für ihre energiegeladenen Live-Shows bekannt ist.

Im Video zu „Rock Believer“, das auf YouTube bereits über 1,5 Millionen Klicks hat, sind Ausschnitte aus den 80er Jahren zu sehen, als die Scorpions unter anderem vor Hunderttausenden Rockfans in Rio de Janeiro spielten. In Südamerika hat die Band immer noch eine große Anhängerschaft, ebenso in Osteuropa, hat doch Klaus Meine mit „Wind of Change“ die wohl bekannteste Hymne zum Fall des Eisernen Vorhangs und Ende des Kalten Krieges geschrieben.

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Aufgrund der Pandemie hatten die fünf Musiker ungewöhnlich lange Zeit, am neuen Album zu tüfteln. Es ist das erste mit dem ehemaligen Motörhead-Schlagzeuger Mikkey Dee (58), der vor sechs Jahren bei den Scorpions einstieg. Ursprünglich sollte es in Los Angeles produziert werden, aber wegen der Reisebeschränkungen kam man in den Peppermint Park Studios in Hannover zusammen – quasi ein Heimspiel. Schon 2018 war die Idee entstanden, mit einer neuen Platte an den Stil des Erfolgsalbums „Blackout“ (1982) anzuknüpfen.

Bei den meisten Songs schrieb Meine zunächst die Texte und schickte sie an Bandgründer und Gitarrist Rudolf Schenker (73), der zeitweise in Thailand war und die Musik komponierte. Viele neue Stücke drehen sich um die Kernbotschaft der Scorpions seit Jahrzehnten. „Bury The Undertaker“ (Begrabe den Bestatter) und „Stop The War“ heißt es zum Beispiel in „Peacemaker“. In der Zeit des Mauerfalls hätten sie alle die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft gehabt, erinnert sich Meine. „30 Jahre später reden wir über Krieg in Europa und viele Menschen haben Angst. Ich hoffe, dass am Ende die Diplomatie siegt und es nicht zum Äußersten kommt.“

Schon im Herbst 2020 tüftelten die Scorpions im Studio in Hannover an den neuen Titeln. Damals sagte Gitarrist Schenker: „”Love, Peace & Rock ‘n’ Roll” ist unsere Devise.“ Die Philosophie der Band sei, um die Welt zu reisen, Brücken zu bauen und Menschen mit Musik zu verbinden. (dpa/dmz/hl)

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Die Hamburgerin Herdis Lüke hat die Deutsche Mexiko-Zeitung 2011 wieder gegründet. Die erste DMZ wurde 1976 von ihrem Landsmann Klaus Ellrodt ins Leben gerufen und nach ein paar Monaten wieder begraben. Herdis Lüke ist Vollblut-Journalistin, in Deutschland ausgebildet und mit Stationen in Düsseldorf, Mexiko-Stadt – u. A. bei der Tageszeitung Excélsior -, danach Hamburg, wo sie mehrere Jahre bei der Deutschen Presse-Agentur tätig war, und seit 2006 wieder Mexiko. 2011 hat sie ihren Traum erfüllt und die zweite Deutsche Mexiko-Zeitung aus der Taufe gehoben. Als freie Journalistin hat sie für mehrere Medien in Deutschland geschrieben und ist Autorin mehrerer Bücher, darunter ein Premium-Mexiko-Reiseführer. Auf sie ist das erste Online-Reisemagazin über Mexiko für den deutschsprachigen Markt zurückzuführen (2001), die Mexiko-Travelnews (bis 2013).

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