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Panorama

Wieder ein Mord in Playa del Carmen: Britischer Geschäftsmann erschossen

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Der rote Audi des Opfers. (Foto: Staatsanwaltschaft Quintana Roo)

Playa del Carmen, 13. März 2022 – Erneut erschüttert ein Mord in Playa del Carmen an der Karibikküste Mexiko und die hier lebenden Expats: Ein britischer Geschäftsmann wurde am Samstag in dem Karibikbadeort, einem der beliebtesten karibischen Reiseziele in Mexiko, ermordet. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Quintana Roo mit.

Zwei mutmaßliche Täter seien inzwischen festgenommen worden. Ursprünglich hatte es geheißen, der Geschäftsmann sei kanadischer Staatsbürger. Die Staatsanwaltschaft hat dies später korrigiert und mitgeteilt, dass das Opfer Brite ist und mit einer permanenten Aufenthaltserlaubnis in Playa del Carmen in der Gemeinde Solidaridad lebte.

Lokale Medien berichteten, dass der britische Geschäftsmann mit seiner 14 Jahre alten Tochter in einem Fahrzeug, einem roten Audi, unterwegs war, als sein Auto von zwei bewaffneten Männern auf einem Motorrad abgefangen wurde und diese auf die Insassen schossen. Die Tochter erlitt einen Beinschuss und sei nicht in Lebensgefahr, berichteten lokale Medien am Sonntag.

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„Es wurden bereits zwei Personen verhaftet, die wahrscheinlich an dem Vorfall von heute Morgen beteiligt waren, bei denen ein Ausländer mit Wohnsitz in der Gemeinde Solidaridad ums Leben kam. Sie wurden bereits zusammen mit der verwendeten Waffe dem Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt”, erklärte die Staatsanwaltschaft am Samstagabend.

Das Motiv für den Mord könne im Zusammenhang mit einem Streit über Drogenverkäufe in Playacar, einer exklusiven Wohngegend in Playa del Carmen, zusammenhängen könne, nachdem hier am 5. März 2021 ein Spruchband mit einer einschüchternden Botschaft einer nicht genannten kriminellen Bande an drei Personen aufgetaucht war, auf dem auch der Name des Briten stand. „Das ist für euch Filipp und Jack aus Playacar, mit den Range Rovers und Porsches, heimliche Partner von Bistro, Playacar, wir holen euch für den Verkauf eures Schweinkrams. Auch dich Cris, mit dem roten Audi”, zitierte die Online-Zeitung „El Sol de México“ die Drohung beschrieb. Offenbar ärgerten sich die Täter darüber, dass sie an diesem Ort keine Drogen verkaufen durften.

Bei „Bistro“ handelt es sich um ein Restaurant, wobei nicht klar ist, ob es sich um das „Bistro Playa“ oder das „Antico Bistro“ in Playa del Carmen handelt. An der Straße von Cancún nach Playa del Carmen gibt es ebenfalls ein Restaurant namens „Bistro“.

Alles deute daraufhin, dass der erschossene Brite einer der drei in der Drohung erwähnten Männer ist, da er in einem Fahrzeug unterwegs gewesen sei, das dieselben Merkmale aufweist wie das in der Nachricht beschriebene und auch denselben Vornamen hat.

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Sollte sich diese Version bestätigen, wäre dies ein ähnlicher Vorfall wie im „Mamita’s Beach Club“ im Zentrum von Playa del Carmen, wo am 25. Januar Federico Mazzoni, Argentinier und Manager des beliebten Lokals, hingerichtet wurde, vermutlich aus Rache dafür, dass diese Gruppe dort keine Drogen verkaufen durfte.

Der Vorfall spiegelt die Welle der Gewalt in Quintana Roo, Mexikos wichtigstem Touristenstaat, wider, die auch Ausländer erreicht hat. Ebenfalls in Playa del Carmen wurden Ende Januar zwei Kanadier bei einer Schießerei im Zusammenhang mit Drogen getötet. Eine Woche später wurde Mazzoni erschossen. Am 20. Februar wurden bei einer Schießerei in einem Restaurant in Tulum, einem der angesagtesten Orte an der mexikanischen Karibik, zwei Männer getötet und ein weiterer verletzt. Monate zuvor, im Oktober, waren am selben Ort bei einer Schießerei in einem Restaurant zwei ausländische Touristen, darunter eine Deutsche, getötet und drei weitere verletzt worden.

Die Entsendung eines von der Bundesregierung in Mexiko-Stadt angewiesenen „touristischen Sicherheitsbataillons“ aus 1.500 schwer bewaffneten Mitgliedern der Nationalgarde im vergangenen Dezember, hat die Gewalttaten nicht verhindern können. (dpa/dmz/hl)

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Die Hamburgerin Herdis Lüke hat die Deutsche Mexiko-Zeitung 2011 wieder gegründet. Die erste DMZ wurde 1976 von ihrem Landsmann Klaus Ellrodt ins Leben gerufen und nach ein paar Monaten wieder begraben. Herdis Lüke ist Vollblut-Journalistin, in Deutschland ausgebildet und mit Stationen in Düsseldorf, Mexiko-Stadt – u. A. bei der Tageszeitung Excélsior -, danach Hamburg, wo sie mehrere Jahre bei der Deutschen Presse-Agentur tätig war, und seit 2006 wieder Mexiko. 2011 hat sie ihren Traum erfüllt und die zweite Deutsche Mexiko-Zeitung aus der Taufe gehoben. Als freie Journalistin hat sie für mehrere Medien in Deutschland geschrieben und ist Autorin mehrerer Bücher, darunter ein Premium-Mexiko-Reiseführer. Auf sie ist das erste Online-Reisemagazin über Mexiko für den deutschsprachigen Markt zurückzuführen (2001), die Mexiko-Travelnews (bis 2013).

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